Eine Geschichte des MGV

 zum 60. Vereinsjubiläum

(nach Klaus Schumacher*)


Versuchen wir, uns einen Überblick über diesen MGV zu verschaffen, und werfen wir einmal einen Blick 60 Jahr zurück. Denn da sind zu allererst die Herren zu loben, die den Mut hatten, aus einer Idee eine Tatsache zu machen. Am 17. März 1957 kamen Josef Lutz, Anton Ruf und Friedrich Scheffter auf den Gedanken, in Ittenbach wieder einen Männerchor zu gründen.


Wieder heißt, dass an sich die Gründung des MGVs in das Jahr 1873 zurückgeht. Da diese Art von Vereinsleben jedoch in den 30er Jahren als politisch nicht besonders korrekt galt, wurde der Verein in dieser Zeit aufgelöst. Sonst wären wir heute 144 Jahre alt. Das wäre einerseits sehr schön, aber andererseits hätten wir heute nichts zu feiern.


Schon zwei Monate nach der eben erwähnten Idee kam es am 15. Mai im „Ittenbacher Hof“, beim „Heppenheimer“, das war am heutigen Busbahnhof, zur Gründungsversammlung. Man kann sich nur schwer vorstellen, wieviel Klappern und Trommeln der drei Männer notwendig war, um in dieser kurzen Zeit immerhin 23 Herren im Ort zu bewegen, an dieser Versammlung teilzunehmen.

Und um den Bogen zurückzuschlagen: Es waren auch vier Männer des ehemaligen MGVs von 1873 erschienen. Hierbei handelte es sich um die Herren Willi Bechtel, Fritz Brassel, Franz Görres und Karl Görres, der bei der nun stattfindenden Vorstandswahl zum 1. Vorsitzenden ernannt wurde.

 

Karl Görres

 

Und auf dieser ersten Versammlung war schon ganz schön viel los: In Anbetracht dessen, dass dem jetzt neuen MGV noch aktive Sänger des alten MGVs angehörten, beschloss die Versammlung einstimmig, Namen und Tradition des alten MGVs zu übernehmen. Es wurde kurzerhand festgelegt, jährlich am Volkstrauertag durch Kranzniederlegung und einige Liedvorträge den Gefallenen beider Weltkriege am Ehrenmahl zu gedenken. Der Vorstand wurde beauftragt, eine Satzung auszuarbeiten. Willi Hülder wurde die musikalische Leitung des neuen Chores übertragen.


Der „Ittenbacher Hof“ wurde zum Vereinslokal bestimmt und der 1. Vorsitzende Karl Görres schloss die Versammlung mit den Worten: „Unterstützt mich bei meinen Mühen um das Wohl und Weh des Vereins, seid regelmäßige Teilnehmer der Proben, tragt mit am Wiederaufbau des Vereins und es wird mir um die Zukunft unserer ‚Eintracht‘ nicht bange sein.“

 

Dass diese Worte nicht ins Leere gesprochen waren, sieht man daran, dass der Chor schon ein halbes Jahr später, am Kirmesmontag, seinen ersten öffentlichen Auftritt unter, wie es heißt, allgemeiner Anerkennung absolvierte.

Und schon ein Jahr nach der Gründung fand am 11. Mai 1958 im „Ittenbacher Hof“ das erste Konzert statt. – Unglaublich nur ein Jahr Proben für ein Konzert. Was für goldene Zeiten …!


Der Verein nahm weiter seinen stetigen Aufschwung. Ein Grund hierfür liegt sicher auch in der guten Vorstandsarbeit. Es gab immerhin nur fünf Vorsitzende in den gesamten 60 Jahren. Der frühe Tod des langjährigen Kassierers Arnold Schumacher hinterließ in dieser Zeit eine große Lücke, versah er doch dieses Amt jahrelang mit viel Umsicht und einer, in dieser Aufbauzeit nicht unwichtigen, persönlichen finanziellen Unterstützung. Ihm gebührt auch heute noch Dank und Anerkennung.


Nach dem Tod von Karl Görres übernahm Adolf Jurczyk im Jahr 1969 die Leitung des MGVs. Er lenkte sechs Jahre lang mit großer Umsicht die Geschicke des Vereins, wofür auch ihm Dank und Anerkennung gebührt. Genauso wie unseren, auch schon verstorbenen, Ehrenmitgliedern Heinrich Schmitz, Mathias Schumacher und Willy Vogel. die ebenfalls erheblich dazu beitrugen, dass sich der Verein im Dorf immer größerer Beliebtheit erfreute.


Noch etwas Interessantes aus dieser Zeit: Am 29. August 1965 fand die Fahnenweihe unserer Vereinsfahne während eines Festhochamtes durch Herrn Pfarrer Hambüchen statt. Das Motiv der Fahne ist von der Künstlerin Frau Tony Bachem-Heinen.


Im April 1975 wurde ein neuer Vorstand und mit Josef Lutz ein neuer 1. Vorsitzender gewählt. Mit ihm ernannte die Versammlung einen Mann, der nicht nur Mitgründer des Chores war, sondern auch als 2. Vorsitzender dem Verein seit seiner Gründung mit Rat und Tat zur Seite stand. Hier sind in erster Linie die Spendenaufrufe und Bittgesänge in den Anfängen des Vereins zu nennen, mit denen die notorische Geldknappheit des MGV gemildert wurde.

 

Adolf Jurczyk


Josef Lutz


Josef Lutz versah sein Amt sieben Jahre lang. Gerne erinnern wir uns an die vielen kleinen Anekdoten, die seine Freude am Leben zum Ausdruck brachten. Selbst heute noch gibt es so eine Art „Gebietsschutz“, für unsere beiden verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden, wenn man an das „Hobellied“ vom Adolf oder die „Jillienberger Kirmes“ vom Jupp denkt. Selbst an das „Bäumchen“ trauen wir uns nur in der Gruppe dran.


Im April des Jahres 1982 erblickte dann ein neuer 1. Vorsitzender das Licht der Welt. Nicht ganz unbekannt, da er schon viele Jahre als Geschäftsführer im Verein tätig war, wurde Manfred Görres zum 1. Vorsitzenden gewählt. - Über drei Jahrzehnte verliefen die Wahlen zum 1. Vorsitzenden eher einseitig.

 

Manfred Görres


Nach 32 Jahren hat Manfred Görres im Jahr 2014 das Amt des 1. Vorsitzenden an Ralph-Georg Clauss „abgetreten“. Ralph-Georg Clauss setzt seitdem mit Engagement den erfolgreichen Weg der Vereinsführung fort.


Um aber als Vorsitzender eines Vereins wirklich erfolgreich arbeiten zu können, braucht man eine tüchtige Mannschaft, die die getroffenen Beschlüsse gemeinsam trägt und dem Vorsitzenden den Rücken freihält. Hierfür ist stellvertretend der langjährige 1. Geschäftsführer Hans Klöckner zu nennen. Seit 1979 hält er im Vorstand die Fäden zusammen und sorgt mit seiner besonnenen Arbeitsweise und seiner ausgleichenden Art für eine höchst effiziente Vorstandsarbeit.


Auf die Verdienste von Herrn Görres kommen wir später noch einmal kurz zurück und gehen erst einmal auf die eigentliche Bestimmung des Vereins ein, der laut Satzung den Zweck hat, „den Chorgesang als kulturelle Gemeinschaftsaufgabe zu erhalten und zu fördern.“


Da man als Sänger in einem Chor schon mal grundsätzlich keine Solokarriere anstrebt oder anstreben sollte, stellt man seine meist nicht besonders ausgebildete Stimme in den Dienst des Chorgesangs. Aus dem bei manchen Proben doch recht deutlich hervortretenden babylonischen Wirrwarr einen Klangkörper zu formen, der sogar Geld dafür bekommt, dass man ihn bei Konzerten hören darf, ist sicherlich eine ganz besondere Aufgabe.

Die 60 Jahre des MGVs sind untrennbar mit einem Namen verbunden, der für das Gelingen dieser Aufgabe steht. Und dass wir nicht ein einziges Mal einen Saal durch die Hintertür wieder verlassen mussten, dafür danken wir den Herren Willy und Uli Hülder.


Wie schon erwähnt, war Willy Hülder ein Mann der ersten Stunde. Im Laufe der Jahre vielfach geehrt, hatte Willy Hülder ganz entscheidenden Anteil am Aufstieg des MGV. Durch seine tatkräftige Arbeit gelang es, aus einer Schar sangesfreudiger Männer einen Chor zu formen, der sich immer der Kritik Sangeskundiger stellen konnte. Denn dem Konzert im „Ittenbacher Hof“ sollten noch viele Veranstaltungen folgen. Neben all den Auftritten bei den befreundeten Ortsvereinen, bei Jubiläumsfeiern, bei Freundschaftssingen in nah und fern stellten unsere großen Festkonzerte immer einen Höhepunkt in unserem Vereinsleben dar.


Hierfür stehen die Konzerte in der Aula Königswinter mit dem Stabsmusikcorps der Bundeswehr in den Jahren 1977 und 1982, also zum 20- und 25-jährigen Vereinsjubiläum, sowie das gemeinsame Konzert mit dem Rheinischen Kinder- und Jugendchor Bonn im Jahr 1987.


Bei vielen unvergessen sind auch noch die Stunden, die wir oft nach den offiziellen Proben im Probenraum hatten: Willys Finger flogen über die Tasten, ein Lied wurde übergangslos an das nächste gereiht. Die unvermeidbare Zigarette hing im Mundwinkel und die Asche wurde, wenn gar nichts mehr ging, im Vorbeigehen von dem Sänger abgeschlagen, der gerade auf dem Weg war, neue Getränke gegen den quälenden Durst zu holen.


Mit einem großen Opernkonzert verabschiedete sich Willy Hülder im Jahre 1989 nach mehr als 32 Jahren in den Ruhestand. – Wobei das Wort „Ruhestand“ bei Willy eine ganz eigene Bedeutung hatte. Über viele Jahre war er noch gefordert und aktiv, sei es als Vertreter seines Sohnes Uli oder in Sonderrolle in seiner unnachahmlichen Art am Klavier bei der Kölschen Weihnacht. In Würdigung seiner Verdienste um den MGV haben wir Willy Hülder zu seinem Abschied zum „Ehrenchorleiter“ ernannt.


Wird doch meistens bei einem Abschied eine große Lücke hinterlassen, so haben wir mit Willys Nachfolger, seinem Sohn Uli, ein weiteres musikalisches Genie in unseren Reihen empfangen dürfen. Die Proben wurden zwar etwas anders, und dass man sich erst etwas aneinander gewöhnen musste, ist auch normal. Doch dass wir, wie eingangs erwähnt, bei den Proben regelmäßig geknechtet werden, ist natürlich nur bedingt wahr. Erstens gab es mindestens zwei Situationen in den letzten 10 Jahren, wo wir von unserem Chorleiter gelobt wurden, und zweitens macht es ja auch Spaß – nein, nicht das geknechtet werden -, sondern nach harter Probenarbeit das gute Ergebnis zu sehen bzw. mitzuerleben.


Und diese Situationen gab es in der letzten Vergangenheit viele. An erster Stelle zu nennen sind die Aufführungen des Requiems von Cherubini mit dem Akademischen Orchester Bonn im Jahr 1992 und die Wiederholung wegen großer Nachfrage im Jahr 2001. Unvergessen aber auch unser Festkonzert im Jahr 1997 mit Stephen Bronk als Solisten oder das Opern- und Operettenkonzert im Jahr 2007, bei dem Jan Pawel Nowacki auf seine Art das Publikum begeisterte. Dazwischen gab es Frühlingskonzerte, Aufführungen in der katholischen und evangelischen Kirche, sogar in Kirchen, die etwas entfernter waren, z.B. bei unserem Partnerchor in Krailling/Planegg und vieles mehr.


Wir hatten mit Willy einen Dirigenten, der einen jungen Verein musikalisch aufgebaut und in seiner 32-jährigen Tätigkeit als Chorleiter auf ein hohes musikalisches Niveau geführt hat. Uli Hülder hat diese Arbeit nicht nur fortgesetzt, sondern er bringt uns durch sein Bekenntnis zur Perfektion immer wieder im richtigen Augenblick zu den Leistungen, die er auch selber von uns erwartet. Willy und Uli Hülder waren und sind das Beste, was dem MGV für seine musikalische Leitung überhaupt passieren konnte.


Dass wir in unserem Chor aber nicht nur singen, sondern auch andere Aktivitäten unternehmen, versteht sich von selbst und ist ungemein wichtig für das Gemeinschaftsgefühl. Zu nennen wären da zum Beispiel unsere Fußballspiele, die wir als Benefizspiele unterem anderem für unser Behindertenheim in Ittenbach ausrichteten. Obwohl wir, rückblickend gesehen, mit unserer Art zu spielen nicht immer „auf der richtigen Baustelle“ waren, können diese Spiele doch als ein weiterer Höhepunkt in unserem Vereinsleben bezeichnet werden.


Hier ist Mani Görres zu danken, dem es gelang, durch seine freundschaftlichen Kontakte zu vielen Altstars des 1. FC Köln bekannte Fußballer wie Wolfgang Overath, Toni Schumacher, Bernd Cullmann, Toni Polster und andere in unser Waldstadion zu locken und damit die Zuschauer in Scharen anzuziehen. Dieses brachte dann auch den Veranstaltungen den erhofften finanziellen Erfolg.

Eine weitere Veranstaltung für lange Jahre war unsere „Bunte Palette“, die im Saal der Alten Post stattfand. Hunderte von Luftballons an der Decke und an den Wänden, ein bunt kostümiertes Publikum bei super Stimmung in einem vollen Saal. Unvergessen die Auftritte: Der Barbier von Sevilla, unser Hochzeitspärchen, Nena, Bill Ramsey oder das Männerballett, bei dem man auch mal durch die Luft geschleudert wurde und das letztendlich in ein herzzerreißendes Pas de Deux mündete. Und der erste Karnevalszug, der in Ittenbach ging, wurde auch noch während einer „Bunten Palette“ aus der Taufe gehoben.


Und noch eins stand und steht immer noch ganz oben auf unserer Aktivitätenliste: unsere Vereinsfahrten. Startete man 1964 noch in den Schwarzwald, so wurde im Jahr 1968 die erste Fahrt nach Österreich unternommen. Dank der hervorragenden Planung von Mani Görres erfreuten und erfreuen sich auch heute noch diese Fahrten einer großen Beliebtheit. Da letztendlich nicht nur Sänger, sondern, soweit noch Platz vorhanden war, auch Freunde und Bekannte auf diesen Reisen mitfuhren, konnte man eine Vielzahl an aktiven und inaktiven Mitgliedern durch diese „Schnupperkurse“ gewinnen. - Dass zur perfekten Planung einer Tour auch regelmäßig eine besonders anstrengende, sogenannte „Vortour“ gehörte, sei hier nur kurz am Rande erwähnt.


Ebenfalls ein Höhepunkt des Vereins war das jährlich stattfindende, mittlerweile „legendäre“ Steinbruchfest. War es im Sommer 1969 nur die Idee, doch einmal mit den Frauen und ein paar Freunden ein Sommerfest für die eigenen Familien zu organisieren. Dass mehr daraus wurde, ist wiederum Mani Görres zu verdanken, der über den Tellerrand hinausschaute und sich gegen anfängliche Widerstände, das Fest öffentlich zu machen und zu vergrößern, durchsetzte.

Dass dieses Fest jedoch über die Jahre so eine immense Eigendynamik entwickeln würde, damit hatte wohl keiner zu diesem Zeitpunkt wirklich gerechnet. In der Hochzeit der Veranstaltung wurden zwei Tage lang Holzböcke aufgebaut und mit Zeltplanen belegt, zwei Tage lang wurde im Wald Holz geholt, welches dann in der Mitte des Steinbruches brannte, um genug Glut zum Grillen zu schaffen. Diese wurde dann unter regelmäßigem Verlust der Körperbehaarung zum Grill transportiert. Hähnchen wurden an langen Spießen gedreht, Koteletts wurden stangenweise in den Steinbruch gefahren. Filets und Würstchen wurden auf zwei riesigen Grills gewendet, das Bier kam aus dem Kesselwagen und wenn die Band zum x-ten Mal „Life is Life“ spielte und sich dabei fast 2000 Leute die Kehle aus dem Hals grölten – dann war Steinbruchfest. - Man kann es nicht wirklich beschreiben.


Und jedes Jahr hatte der Steinbruch noch seine eigene Geschichte. Sei es, dass wir einmal einen Nachteinsatz hatten, um den Steinbruch leer zu pumpen, weil wir bis zu den Knien im Wasser standen; sei es, dass beim Abbau der Ruf „Alle mal herhören!“ erschallte und anschließend die Böcke zusammenkrachten; sei es, dass wir auch schon mal auf Anordnung eines besorgten Ehemanns eine Dame zur Toilette begleiteten, weil es ja schon dunkel war und der Herr in der Zwischenzeit seinen 1. Reihe-Platz an der Theke verteidigen wollte; oder sei es, dass in einem Jahr das Bier ein bisschen jung war.


Von vielen, die mitgefeiert haben, hat dieses Fest mittlerweile eine Art Heiligenschein bekommen. Doch eins ist wirklich wahr: Vorbereitung, Aufbau, Durchführung und Abbau waren eine Knüppelarbeit und vielleicht können wir unseren lieben Mitbürgern, die dafür gesorgt haben, dass die Hürden zur Durchführung des Festes immer höher gelegt wurden, ja schon fast dankbar sein. Nach 22-mal „Steinbruch“ war im Jahr 1991 Schluss. Dieses Fest bekämen wir in der Form heute wohl auch nicht mehr hin.


Dass viele der beschriebenen Aktivitäten in dieser Form stattfanden und -finden, haben wir sicherlich einem Mann in ganz besonderer Weise zu verdanken: Im heute für manchen von uns kaum mehr vorstellbaren jugendlichen Alter von 23 Jahren wurde Manfred Görres im Jahr 1965 Mitglied im MGV. Schon ein Jahr später wurde er zum Geschäftsführer ernannt. Im Jahr 1982 wurde Manfred Görres, nach 16 Jahren im Amt des Geschäftsführers, zum 1. Vorsitzenden gewählt. Er war in den folgenden Jahren der eigentliche "Motor" für das Vereinsleben. Als Ideengeber, Motivator und Organisator hat er den MGV immer wieder zu neuen Taten und Leistungen angespornt.


Wenn wir die Zahlen einmal richtig zueinander stellen erkennen wir, dass Mani Görres sich schon so gut wie sein ganzes Leben mit dem MGV beschäftigt – oder anders ausgedrückt: ein Großteil seines Lebens ist der MGV. Und wer so lange Vorstandarbeit macht, der hat einen Verein auch entsprechend geprägt.

Hochgeschätzt und besonders wertvoll ist seine Bühnenbegabung, die er nicht nur in vielen Auftritten bei der „Bunten Palette“ und als „Nikolaus“ bei unsrer Weihnachtsfeier unter Beweis stellte. Vor allem bei den Veranstaltungen der „Weihnacht op Kölsche Art“, die seit vielen Jahren der Hit des jährlichen Vereinslebens sind, kommt diese Begabung zum Nutzen des MGV vor großem Publikum zur Geltung. Mit tatkräftiger Unterstützung durch seine Frau Toni ist Mani Görres hier in seinem Element, gleichzeitig als Intendant, Regisseur und Hauptdarsteller. Und er sagt allen wo es langgeht. - Und weheee …


Es ginge nicht ohne unsere Frauen. Es ist eine tolle Sache, dass sich unsere Frauen ebenfalls mit diesem Verein identifizieren. Sie stehen hinter diesem Verein und dem Vereinsleben und sorgen dafür, dass viele Aktivitäten überhaupt erst möglich sind. Sei es die Hilfe auf unserem Sommerfest oder das Plätzchenbacken und das Dekorieren des Saals für unsere „Kölsche Weihnacht“.

Was aber wäre selbst dieser Verein ohne seine Sänger. Ohne das Ziel gemeinsam zu singen und ohne Pflege der Gemeinschaft, kann es keinen Verein geben. Die Sänger sind es, die mit ihrem Tun den Verein überhaupt erst zum Leben bringen und am Leben halten.


Eine Gemeinschaft besteht aus vielen kleinen, aber so wichtigen Einzelteilen. Dazu gehört auch die Diskussion an der Theke oder am Stammtisch über König Fußball, die aktuelle Politik oder ganz allgemein über Gott und die Welt. Dass es dabei manchmal auch etwa härter hergeht – dafür sind wir Männer. Dass wir dann und wann auch mal eine Faust in der Tasche machen und bei der nächsten Probe trotzdem wieder zum Singen kommen, – auch dafür steht unser MGV. Sonst wäre es ja ein Kinderchor.


Der MGV Eintracht Ittenbach verändert sich stetig weiter, das ist der Lauf der Zeit. Dabei ist auch mancher Umbruch zu bewältigen. Wenn aber alle Beteiligten diese Veränderung gemeinsam, mit Ruhe, Bedacht und der nötigen Verantwortung zukunftsweisend regeln, dann muss man - mit den Worten von Karl Görres - „um die Zukunft unserer ‚Eintracht‘ nicht bange sein.“


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*)  anhand der Laudatio zum Festkommers 50 Jahre MGV Eintracht Ittenbach

von Klaus Schumacher am 3. November 2007 in der "Alten Post" - mit wenigen Aktualisierungen

 

 

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